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Wissenswertes

Wir haben uns für die Bezeichnung Reibsteine entschieden, auch wenn Schreibweise Reibesteine sich inzwischen durchgesetzt zu haben scheint. Die Bezeichnung Tintenstein ist nicht richtig, auch wenn die englische Bezeichnung Inkstone dies vermuten lässt. Tusche und Tinte sind bei näherer Betrachtung sehr unterschiedlich. Tuschstein und Tuschestein sind es ebenso nicht, denn Tuschestein ist die korrekte Bezeichnung für das gepresste Tuschestück, das unter Zugabe von Wasser auf dem Reibstein zu flüssiger Tusche verrieben wird.

Reibsteine mit Stößel gibt es seit 5.000 Jahren. In ihrer heutigen Form gibt es sie seit mehr als 2.000 Jahren. Sie wurden seitdem aus einer Vielzahl Materialien gefertigt.

Seit mehr als 1.300 Jahren wird von den "4 berühmten Reibsteinen" gesprochen, womit dann die Duan-, She-, Tao- und Cheng-Tuschereibsteine gemeint sind. Mehr unter Historie.

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3 Qualitätsgruppen

 

 

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Industriesteine Manufaktursteine Künstlersteine

Industriesteine - Sie können gut sein, wenn das verwendete Ausgangsmaterial gut ist und zuvor ausgesucht wurde und auch die Fertigung selbst sorgfältig erfolgte. Wie bieten Ihnen einige der Industriesteine in Studienqualität an.

Manufaktursteine - Sie werden in Kleinserien in Handarbeit gefertigt. Bereits bei der Materialauswahl erfolgt die notwendige Sorgfalt, so wie bei jedem weiteren Arbeitsschritt. Bewährte, sehr schöne Dekore werden wiederholt und lassen sich so, trotz vieler Arbeitsschritte zu ihrer Fertigung, kostengünstig anbieten. An einem so gearbeiteten Stein können Sie lange Freude haben.

Künstlersteine - Künstler wählen in der Regel die besten Steine für ihre Arbeiten, da diese sich in der Regel am besten bearbeiten lassen und aus Sicht des Künstlers ein wesentlicher Wertbestandteil seiner Arbeit sind. Das Design ist immer dem Stein angepasst bzw. wird häufig auch die Art und Struktur des Steines selbst mit in den Entwurf einbezogen. Spätestens hier entscheiden natürlich persönliche Vorlieben des Künstlers und später Ihre als Käufer. Ich persönlich bin immer zwischen aufwendig geschnitzten Arbeiten und ganz klaren mit minimalistischen oder auch keinen Verzierungen hin- und hergerissen. Ich habe das Problem für mich mit dem Kauf von zwei Steinen gelöst, habe es mir aber auch zur Auflage gemacht, nicht mehr als diese zwei Steine zu besitzen, denn in diesen Steinen ist sicherlich eine "Suchtgefahr" enthalten.  

 

Größe von Reibfläche und Tintenreservoir

In der Regel haben Reibsteine eine Reibfläche und ein tiefer liegendes Tintenreservoir. Die Reibefläche sollte mindestens 6 x 8 cm groß sein. Kleinere Steine haben dann meist auch ein kleineres Reservoir. Sie sollten also nur relativ wenig Farbe auf einmal anreiben wollen bzw. bereit sein, zwischendurch immer wieder einmal Farbe anzureiben.

Die Reibfläche kann aber gern auch größer sein und wenn Sie Größeres vorhaben, sollten Sie zudem auf ein entsprechend großes Reservoir achten. Eine Holzbox kann Vorteile haben, ist aber auch nicht unbedingt notwendig. Eine Reihe seit Jahrhunderten bewährte Formen von Tuschereibsteinen hatten und haben keine Box.

 

Form der Reibfläche

Die Reibfläche kann eben, aber auch konvex oder konkav sein.

Ebene Reibflächen scheinen auf den ersten Blick logisch und sie erzeugen wahrscheinlich die gleichmäßigste Tusche, das er Druck auf jeden Teil des Tuscheriegels gleich ist.

Konvexe bzw. konkave Reibflächen sind dennoch seit Jahrtausenden üblich und wir denken, die Kalligrafen und Tuschmaler, die diese Steine wählten bzw. wählen werden sich etwas dabei gedacht haben. Leider habe ich bis heute vergessen, dieses Thema bei Atelierbesuchen anzusprechen, werde dies aber bei Gelegenheit tun.

Rein technisch betrachtet, wird der Tuscheriegel auf solchen Flächen unterschiedlich beansprucht, was zu einem schnelleren Abrieb führen dürfte. Ob diese "effektivere" Reibweise dann Tusche gleich feiner Qualität erzeugt, ist mir nicht ganz klar, aber ich werde auch dies hinterfragen.

 

Herstellung von Tuschereibsteinen

Eine kleine interessante Reportage hierzu finden Sie auf Sanghai Scrap.

 

Qualitätsmerkmale

Schauen Sie sich den Stein von allen Seiten an.

Streichen Sie über die Steine. Qualitativ gute Steine sind glatt, schlechtere Qualitäten rau.

Klopfen Sie mit dem Knöchel an den Stein. Wenn es ein Duan-Tuschereibstein ist, zeigt ein Klang nach Holz eine bessere Qualität an, als der Klang nach Stein. Ist es ein Shè-Tuschereibstein zeigt der klarere Klang den besseren Stein an.

Machen Sie den Stein naß. Eventuelle Fehler oder Reparaturstellen sind nun leichter zu erkennen.

Steine, die bei gleicher Größe schwerer sind, sind die Besseren.