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Übersicht "antike 4 Schätze des Gelehrten"

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Pinselbecher

Pinselhalter, Lochschnitt, grün,  1821-1850

  €  595,00

Beschreibung:

Ch’ing (Qing)-Dynastie, 1644-1912.
6. Kaiser Hsüan Tsung, 1821-1850, Periode Tao Kuang (Daoguang)

Porzellan-Pinselhalter mit Dekor aus durchbrochen gearbeiteter, gemodelter Porzellanmasse und Emailfarben der Famille-verte auf Biskuit mit Qianlong-Marke und aus der Zeit gegen Mitte des 19.Jahrhunderts. Höhe 14,8 cm; Durchmesser 11,5 cm.

Die kaiserliche Sechszeichen-Marke am Boden eingepreßt in Siegelschrift trägt die Aufschrift: Da Qing Qian Long Nian Zhi = Hergestellt während der Zeit der Großen Qing-Dynastie in der Periode Qianlong.

Das sich um die Wandung des zylindrischen Pinselhalters ziehende Dekor zeigt auf seiner ganzen Fläche ein Kranichpaar in einem Lotusblütenteich mit Blüten, Ranken und Blättern.

Der Lotus ist eine der wichtigsten Pflanzen Chinas, obwohl erst durch den Buddhismus zu dieser Bedeutung gekommen. Er ist das Symbol der Reinheit und eine der acht buddhistischen Kostbarkeiten. Lotus hat zwei Namen, „lien“ oder „ho“. „Lien“ ist lautgleich mit „ehelich verbinden“ und auch „ununterbrochen“, aber auch mit „lieben“ und „Bescheidenheit“. Im Buddhismus bedeuten Frucht, Blüte und Stengel Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das Wort „ho“ steht für den Begriff „Einheit“. Der Kranich ist eines der Sinnbilder des Langen Lebens. Da die Kraniche im Winter fortziehen und im Frühjahr zurückkommen, wirkte es auf die Alten so, als ob immer ein und die selben Vögel zurückkommen und daher niemals sterben würden. Daher ist dieses Gefäß gut als Geschenk für ein sich liebendes Paar geeignet. Der Pinselhalter ist bis auf den Bodenrand vollständig glasiert und ohne die geringste Beschädigung.

Literatur hierzu:
Zur Art: Georg Weishaupt, Chinesische und Japanische Porzellane, Berlin 2002, S.134
Zur Symbolik: Wolfram Eberhard, Lexikon chinesischer Symbole, München, 1989.

 

Pinselhalter Paar, 1875 - 1908                    

  

€  420,00

Beschreibung:

Ch’ing (Qing)-Dynastie, 1644-1912.
9.Kaiser Te Tsung Ching, 1875-1908, Periode Kuang Hsü (Guangxu)

Paar Porzellan-Pinselhalter in „Famille verte“ mit Elementen der „Famille rose“ vermischt, der Guangxu–Periode, ohne Marke. Höhe 29 cm; Durchmesser 12 cm.

Der sich auf der Rückseite der Pinselhalter befindliche Spruch ist gleich, die Lesart ist üblicherweise von rechts nach links und von oben nach unten.

Die sich um die Wandung der zylindrischen Pinselhalter ziehenden Dekore sind spiegelbildlich gleich und stellt ein besinnlich blickendes Frauenpaar in einem Garten dar, zu welchem der rückseitige Spruch passend ist.

Erste Zeile: Yùn Góng Huì Hùn = Im Bogen des Lichthofs vermeiden wir es zu scherzen. Zweite Zeile: Jìng Jué Jié = wir beschließen nach dem rechten Weg zu fragen. Dritte Zeile: Cuì Góng Zháng Ái = Der Staub in unserer Handfläche verbiegt sich röckelig. Vierte Zeile: Fáng Jìng Jié = wir trachten allein der Reinheit. Fünfte Zeile: Qíng Zhí Xìng Jí = Kurzum, ich wünsche persönliche Klarheit. Sechste Zeile: Míng Yuè Sì Wàn = in den unzähligen Tempeln der finsteren Monate. Siebte Zeile: Míng Zhóu Jiá Jí = die sich erstrecken möge auf den ersonnenen Ruf der Familie. Achte Zeile: Chóng Nái Zhà = erst dann kann man forsch voranschreiten ohne sich täuschen zu lassen. Rotes Siegel: Shén Yóu Cái = Künstlersiegel des Shen Youcai. Die Pinselhalter eignen sich gut als Geschenk für eine nach Unabhängigkeit strebende Frau oder ein Geschwisterpaar. Die Pinselhalter sind bis auf die Fußränder vollständig glasiert und ohne die geringste Beschädigung.


Literatur hierzu:
Zur Form: H., P. und Nancy Schiffer, Chinese Export Porcelain, Atglen, USA, 1975, S.243f
Zur Symbolik: Wolfgang Eberhard, Lexikon chinesischer Symbole, München 1989.

 


Pinselwaschgefäße

Pinselwaschgefäß Kranich, 1912 - 1949     

    

€  120,00

Beschreibung:

Republik, 1912-1949.
Periode Min Kuo (Minguo)

Porzellan-Pinselwaschgefäß, bemalt mit Famille-verte Überglasurschmelzfarben in Susancai-Technik mit Craquelée-Glasur in hellbraun, der Republik mit Marke am Boden Zi Bai = hundertfach fleißig (sehr arbeitsam) in roter Schreibschrift und der Angabe des Auslieferung des Stückes an den Auftraggeber auf dem Korpus von rechts nach links und von oben nach unten geschrieben: Zheng = erworben Gong Xue = von Gong Yue Zi Yue Zhi = im November Ting Hai Nian = im Jahr des Schweines (1947); darunter das Künstlersiegel einer Werkstatt in rot; dazu rechts ein Besitzersiegel, aus der Zeit der 40er Jahre des 20.Jahrhunderts. Höhe 7,3 cm; Durchmesser 9,3 cm.

Die auf der Wandung des Pinselwaschgefäßes dargestellte Szene zeigt Sinnbilder des Langen Lebens. Es sind hier der Kranich, die Kiefer und der Ling Chih-Pilz, zusammen mit den Pflaumenblüten als Symbol der Unberührtheit und des Winters.

Da die Kraniche im Winter fortziehen und im Frühjahr zurückkommen, wirkte es auf die Alten so, als ob immer ein und die selben Vögel zurückkommen und daher niemals sterben würden. Die Kiefer ist der am häufigsten dargestellte Baum in der chinesischen Kunst weil sie Kälte aushalten kann und ihre Nadeln nicht verliert als Beständigkeit eines Langen Lebens. Der Pilz ist nicht nur Heilmittel, sondern kann durch seine Halluzinogene auch die Vorstellungskraft eines Künstlers erweitern. Der Pflaumenbaum beginnt als erster im Jahr zu blühen und gilt daher als Symbol der Unberührtheit durch schlechte Einflüsse. Das Gefäß eignet sich gut als Geschenk für einen Künstler dem man noch eine lange Schaffenskraft wünscht. Das Gefäß ist bis auf den Bodenrand vollständig glasiert und ohne die geringste Beschädigung.


Literatur hierzu: 
Wolfram Eberhard, Lexikon chinesischer Symbole, München 1989.

 

Siegellackschalen

Siegellackschale, 1912 - 1949      

     

            €   75,00

Beschreibung:

China
Republik, 1912-1949.
Periode Min Kuo (Minguo)

Porzellan-Siegellackschale mit innerer Überlaufrille in Unterglasurblau mit roten Lackresten in der Schale, der Minguo-Periode und aus der Zeit der 20er bis 30er Jahre des 20.Jahrhunderts. Höhe 3,5 cm; Durchmesser 13,5 cm.

Die Siegellackschale ist für die Verwendung von chinesischem Rotlack gefertigt. Dieser Lack besteht aus einer Paste, welche je nach Bedarf in eine solche Schale gefüllt wird. Ein jeder Chinese besitzt einen Stempel mit seinem Namen oder dem Namen seiner Firma, mit welchem er Geschäfte, Einladungen oder Quittungen abstempelt. Beamte legitimieren Dokumente mit offiziellen Siegeln des Staates damit, Künstler benutzen ihn, um ihre Arbeiten zu signieren. Die Motive, die auf den Schalen dargestellt werden, sollen dem Besitzer natürlich viel Glück und gute Geschäfte wünschen. So ist es hier die Abbildung von zwei Vogelpärchen mit Blütenzweigen der Päonie der diese Wünsche erfüllen helfen soll. In dieser Zusammenstellung bedeutet das „Reichtum und Ehre bis ans Lebensende“. Die beiden Fische auf der Unterseite bedeuten wegen ihrer Lautgleichheit „Überfluß“. Daher ist der Fisch ein Symbol des Reichtums. So ist diese Schale ebensogut als Geschenk für einen Künstler, als auch für einen Geschäftsmann geeignet. Die Siegellackschale ist bis auf den Bodenrand vollständig glasiert und ohne die geringste Beschädigung.

Literatur hierzu:
Zur Symbolik: Wolfgang Eberhard, Lexikon chinesischer Symbole, München 1989.

Diese Beschreibung ist eine Eigenbeurteilung und beinhaltet keine Garantie       31627

 


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